Fleisch

Kuh
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Der Wasserbedarf von Fleisch

In einem Kilogramm Fleisch vom Rind sind etwa 700 Gramm Wasser enthalten. Viel größer jedoch ist die Menge Wasser, die man insgesamt zur Produktion benötigt. Diese über den gesamten Herstellungsprozess anfallende Menge wird virtuelles Wasser genannt. Im globalen Durchschnitt sind das über 15.400 Liter pro Kilogramm Rindfleisch.

Teilweise werden noch deutlich höhere Zahlen genannt. Als Proteinquelle ist das Muskelgewebe eines Rindes somit sehr ineffizient, allein was den Bedarf an Wasser betrifft: Er ist sechsmal so hoch wie bei Hülsenfrüchten.

Laut einer WWF-Studie zu Deutschland wurden hierzulande 2009 etwa 88kg Fleisch pro Kopf vertilgt. Das ist im Schnitt ein halbes Pfund Fleisch pro Tag. der EU-Durchschnitt lag 2009 bei 82kg.

Fleisch ist ein Flächen-Killer

Die selbe Studie zeigt auf, dass die Flächen-Inanspruchnahme zur Erzeugung tierischer Produkte in Deutschland ungleich höher ist, als die für pflanzliche Nahrungsmittel.

Pro kg Fleisch (pro Jahr pro Kopf) sind es für

  • Rindfleisch 27 m²
  • Schweinefleisch 8,9 m²
  • Geflügelfleisch 8,1 m²

Hingegen für 1kg (pro Jahr pro Kopf)

  • Weizen nur etwa 1,4 m²
  • Kartoffeln 0,25 m²

Der Fleischerzeugung dient damit fast die Hälfte der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Deutschlands (von 17 Mio. ha; Quelle: siehe WWF-Studie oben).

Ernährungsmasse

Laut NABU stecken in jedem kg Rindfleisch beispielsweise 6,5 kg Getreide und 36 kg Rauhfutter. Die Hälfte allen hierzulande geernteten Getreides wird in Deutschland für die Ernährung von Tieren genutzt.

Fazit

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Kuh

Fleisch ist das gegenteil von nachhaltig. Es zerstört unser Klima, unseren Planeten und kostet Tierleben. Die Herstellung von Fleisch nimmt die Tier-unwürdige Haltung und Schlachtung in Kauf. Jeder einzelne Fleischesser trägt seinen ganz persönlichen Teil zu diesem Drama bei. Wenn in nicht allzu ferner Zukunft der Klimawandel auch vom hinterletzten Idioten als Problem erkannt worden sein wird, wird Fleischkonsum die große Ausnahme sein. Bis dahin ist es Essen auf Kosten nachfolgender Generationen. Je früher wir unsere Kinder diesbezüglich aufklären, umso besser. Ein Leben, als ob es kein Morgen gibt, darf niemand für sich beanspruchen.

SH, 02.2021